Herkunft & Merkmale
Hypancistrus inspector stammt aus dem oberen Rio-Negro-Einzugsgebiet einschließlich des Casiquiare. Die wissenschaftlich angegebene Körperlänge erreicht etwa 16 cm ohne Schwanzflosse; die Gesamtlänge ist entsprechend größer.
Helle runde Punkte auf dunklem Grund, auffällig große Augen und dunkle Ränder an Rücken- und Schwanzflosse sind wichtige Merkmale. Nicht allein anhand des Namens „Snowball“ bestimmen: L201 und andere punktierte Hypancistrus werden ebenfalls so gehandelt.
Haltung & Verhalten
Stabile Stein- und Wurzelaufbauten mit ausreichend großen, gut erreichbaren Höhlen vorsehen. Mehrere Tiere brauchen deutlich getrennte Ruheplätze. Für eine Zuchtgruppe keine verschiedenen Hypancistrus-Arten mischen, um unerwünschte Kreuzungen zu vermeiden.
Wasserwerte & Temperatur
26–29 °C und pH 6,0–7,5 bilden einen vorsichtigen Pflegebereich; weiches bis mäßig hartes Wasser ist passend. Belastungen durch Futterreste vermeiden. Die Durchströmung muss auch die Höhlen und bodennahen Bereiche erreichen.
Fütterung
Abwechslungsreich mit sinkendem Komplettfutter und tierischen Komponenten wie Artemia oder kleinen Krebstieren ernähren. Pflanzliche Bestandteile können das Angebot ergänzen. Der Wels darf nicht von zufällig übrig gebliebenem Diskusfutter abhängig sein.
Im Diskusbecken
L102 benötigt deutlich mehr Bodenplatz als ein kleiner Zebrawels. Bei 28–29 °C sind hohe Sauerstoffversorgung und separate Futterstellen Voraussetzung. Ein kleines, bereits dicht besetztes Diskusbecken bietet keine sinnvolle Reserve für diese Art.





