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Artenprofil · Beifische

Schneeball-Harnischwels L102

Hypancistrus inspectorBedingt geeignet

Dunkler Hypancistrus mit hellen Punkten und schwarzen Flossenrändern. Größer und platzbedürftiger als viele kleine L-Welse; benötigt gezielte Fütterung und gut durchströmte Verstecke.

Schneeball-Harnischwels L102 (Hypancistrus inspector) auf natürlichem Untergrund im Aquarium
Körperlänge (Standardlänge)
16 cm
Pflegeanspruch
Anspruchsvoll
Temperatur
26–29 °C
pH-Bereich
6–7,5
Gesamthärte
1–15 °dGH
Herkunft
Oberes Rio-Negro-System und Río Casiquiare, Brasilien/Venezuela
Aquarienzone
Boden, Wurzeln und Höhlen
Sozialverhalten
Einzeln oder Gruppe mit großzügig getrennten Revieren
Untergrund
Sand, stabile Steinaufbauten, Wurzeln und geräumige Höhlen

Herkunft & Merkmale

Hypancistrus inspector stammt aus dem oberen Rio-Negro-Einzugsgebiet einschließlich des Casiquiare. Die wissenschaftlich angegebene Körperlänge erreicht etwa 16 cm ohne Schwanzflosse; die Gesamtlänge ist entsprechend größer.

Helle runde Punkte auf dunklem Grund, auffällig große Augen und dunkle Ränder an Rücken- und Schwanzflosse sind wichtige Merkmale. Nicht allein anhand des Namens „Snowball“ bestimmen: L201 und andere punktierte Hypancistrus werden ebenfalls so gehandelt.

Haltung & Verhalten

Stabile Stein- und Wurzelaufbauten mit ausreichend großen, gut erreichbaren Höhlen vorsehen. Mehrere Tiere brauchen deutlich getrennte Ruheplätze. Für eine Zuchtgruppe keine verschiedenen Hypancistrus-Arten mischen, um unerwünschte Kreuzungen zu vermeiden.

Wasserwerte & Temperatur

26–29 °C und pH 6,0–7,5 bilden einen vorsichtigen Pflegebereich; weiches bis mäßig hartes Wasser ist passend. Belastungen durch Futterreste vermeiden. Die Durchströmung muss auch die Höhlen und bodennahen Bereiche erreichen.

Fütterung

Abwechslungsreich mit sinkendem Komplettfutter und tierischen Komponenten wie Artemia oder kleinen Krebstieren ernähren. Pflanzliche Bestandteile können das Angebot ergänzen. Der Wels darf nicht von zufällig übrig gebliebenem Diskusfutter abhängig sein.

Im Diskusbecken

L102 benötigt deutlich mehr Bodenplatz als ein kleiner Zebrawels. Bei 28–29 °C sind hohe Sauerstoffversorgung und separate Futterstellen Voraussetzung. Ein kleines, bereits dicht besetztes Diskusbecken bietet keine sinnvolle Reserve für diese Art.

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