Herkunft & Merkmale
Langflossige Zuchtform, hier in silberner Bänderzeichnung. Besonders verlängerte Rücken-, After- und Schwanzflossen erhöhen den Platzbedarf und erfordern schonende Einrichtung.
Schleier beschreibt die Flossenform und kann mit verschiedenen Farben kombiniert sein. Ein silberner, goldener oder marmorierter Schleierskalar gehört deshalb nicht jeweils einer anderen Art an.
Im Handel werden domestizierte Skalare meist Pterophyllum scalare zugeordnet. Die genaue Abstammung einzelner Linien kann komplex sein; ohne Zuchtnachweis ist damit keine genetisch reine Wildartlinie zugesichert.
Haltung & Verhalten
Mehr freie Höhe und Abstand zu Wurzeln einplanen als bei normalflossigen Tieren; für große Schleierformen mindestens etwa 70 cm Beckenhöhe vorsehen und am tatsächlichen Flossenmaß ausrichten. Scharfe Kanten, starkes Strömungsdrücken und flossenzupfende Mitbewohner vermeiden.
Für eine Gruppe ein langes, hohes und durch Pflanzen gegliedertes Aquarium vorsehen. Ausladende Schleierflossen brauchen freie Bewegungsräume; rangniedere Tiere müssen dem dominanten Paar ausweichen können.
Bei der Paarbildung kann sich die Verträglichkeit deutlich verändern. Laichende Paare verteidigen ihren Standort; ein Ausweichbecken hilft bei anhaltender Unterdrückung.
Wasserwerte & Temperatur
Für etablierte Nachzuchten dienen 24–30 °C, pH 6,0–7,4 und bis etwa 15 °dGH als Orientierung. Die Werte der konkreten Zuchtanlage berücksichtigen und Tiere langsam umgewöhnen. Ein stabiler, zur gesamten Gemeinschaft passender Bereich ist sinnvoller als das Ausreizen aller Grenzwerte.
Fütterung
Abwechslungsreiche kleine Portionen aus geeignetem Granulat und Frost- oder Lebendfutter reichen. Futter an mehreren Stellen verteilen und den Ernährungszustand jedes Tieres beobachten. Die Färbung erfordert keine einseitige Spezialdiät. Kleine Fische und Garnelen bleiben mögliche Beute.
Im Diskusbecken
Mit Diskus nur bei zusätzlichem Platz für die langen Flossen erwägen. Neben Revierstreitigkeiten und Futterkonkurrenz auf Flossenverletzungen und eingeschränktes Schwimmen achten. Sanfte Wasserbewegung und räumlich getrennte Ruheplätze sind wichtig. Neue Tiere zunächst getrennt beobachten und eingewöhnen.





